Gemeinsam gestalten

Seit über drei Jahren laufen am Stadtgut Hellersdorf im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf die Vorbereitungen für eines der größten Bau­projekte der ­GESOBAU. 1.250 neue Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten und rund 8.000 Quadratmeter Gewerbeflächen sollen bis zum Jahr 2023 auf dem denkmalgeschützten Gelände entstehen. Dafür setzen die ­GESOBAU und Dr. Wolfgang Wagner, Bereichsleiter Portfolio­management, auch auf das Wort der Anwohner.

Das Stadtgut Hellersdorf hat eine lange Geschichte. Einst ein Ritter- und Agrargut, entwickelte es sich nach der Wiedervereinigung zu einem Gewerbehof, an dem sich überwiegend gemischtes Gewerbe ansiedelte. „Als wir die Möglichkeit bekamen, das Stadtgut zu übernehmen, hat uns die städtebauliche Herausforderung mit ihren vielen Potentialen gereizt“, erinnert sich Dr. Wolfgang Wagner. „Straßen, eine Wasser- und Wärmeversorgung nach heutigen Standards, Highspeed-­Internet: Das alles muss hier noch entstehen oder modernisiert werden. Es ist eine großartige Chance, auf einem Gelände mit Geschichte eine Verbindung von alter Substanz und modernem Wohnungsbau zu schaffen.“ Die Herausforderung: Das historische Gut hat in der Bevölkerung eine sehr hohe Bedeutung, was große Veränderungen erfahrungsgemäß erschwert. Die Partizipation der Öffentlichkeit ist für die GESOBAU daher eine wichtige Maßnahme. „Indem wir alle interessierten Bürger aus Hellersdorf in die Planung mit einbeziehen, schaffen wir eine Atmo­sphäre der Offenheit und Transparenz und können ein ehrliches und faires ­Bauplanungsverfahren abliefern“, führt der 47-Jährige aus.

Zwei Bebauungspläne, die gemeinsam von dem Bezirk Marzahn-­Hellersdorf und der GESOBAU entwickelt wurden, konnten von allen Interessenten auf einer Informationsveranstaltung im April 2018 eingesehen und mit Verbesserungsvorschlägen versehen werden. „Alle Anregungen werden vom Stadtentwicklungsamt geprüft und bei positivem Entscheid in den endgültigen Bebauungsplan integriert. So haben wir zum Beispiel bei der Frage nach Parkplätzen ein viel besseres Konzept ausarbeiten können, als es ursprünglich geplant war“, freut sich Dr. Wolfgang Wagner. Die überwiegend positive Resonanz aller Teilnehmer ist eine Bestätigung für das Verfahren der GESOBAU: Auf der einen Seite herrscht rege Freude über so viel Transparenz, auf der anderen Seite profitiert die GESOBAU von dem wertvollen Know-how der benachbarten Bürger, lokalen Akteure und Gewerbemieter in Hellersdorf, das in die Planung des Guts einfließen kann. Dr. Wolfgang Wagner ist sich aber auch bewusst, dass bei einem so großen Projekt nicht alle Wünsche bedient werden können. Es kommt dann auf die richtige Kommunikation an: „Die Situation ist spannend, da wir unser Handeln erklären und letztendlich auch dafür werben müssen.“

Die neuen Wohnungen werden sich dem behutsam modernisierten Stadtgut optisch annähern und nach Fertigstellung zu sozialverträglichen Mieten vermietet werden. Zudem entsteht hier neuer Platz für Gewerbe, Kultur, Kunst und Gastronomie, die die Lücke zur „Hellen Mitte“ in Hellersdorf schließen und das Stadtgut für die Menschen in Berlin wieder attraktiv ­machen sollen. Dr. Wolfgang Wagner gibt dazu ein Versprechen: „Gemeinsam mit dem Bezirk werden wir das denkmalgeschützte, historische Stadtgut aus dem Dornröschenschlaf holen.“