3.
Prognose und Weiterentwicklung der erfolgreichen Strategie

3.1
Prognosebericht

 

In der Planung des GESOBAU-Konzerns wird von einem stabilen und wachsenden Wohnungsmarkt in Berlin und dem Umland ausgegangen. Als kommunales Wohnungsunternehmen nimmt die GESOBAU eine zentrale Rolle für die Entwicklung der Stadt ein. Dabei ist es eine wesentliche Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung in Berlin zur Verfügung zu stellen. Die GESOBAU verfolgt die eingeschlagene Wachstumsstrategie stringent und plant in den nächsten fünf Jahren die Errichtung von 7.045 Neubauwohnungen, vorrangig in den Bezirken Pankow und Marzahn-Hellersdorf, mit einem Investitionsvolumen von rund 950 Mio. €. Das Investitionsvolumen beinhaltet auch die Errichtung von drei weiteren Modularen Unterkünften für geflüchtete Menschen (MUF). Darüber hinaus werden weitere Neubaumaßnahmen auf bereits vorhandenen Flächen geprüft, um die Ziele zu erreichen.

Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den Bereichen Hausmeister- und Messdienste wird zu Synergieeffekten in der Bewirtschaftung und Ergebniserreichung führen.

Der Vorstand bewertet das Wachstum des Konzerns mit stetig steigenden Ergebnissen als positiv. Hinsichtlich der Entwicklung der Sollmieten für Wohnungen rechnet die GESOBAU mit einem jährlichen Wachstum von rund 1,1 %. Dabei wirken sich insbesondere die Bestandszugänge durch Neubau aus. Die Leerstandsquote und die damit verbundenen Erlösschmälerungen werden aufgrund der derzeitigen positiven Marktentwicklung voraussichtlich nicht ansteigen, sondern eher sinken. Das Konzernergebnis ist auf Basis der Mittelfristplanung für die nächsten zwei Jahre mit durchschnittlich 24,4 Mio. € und das EBITDA mit durchschnittlich 107,0 Mio. € geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von durchschnittlich 297,9 Mio. €.

Für die GESOBAU AG geht der Vorstand auf Basis der Mittelfristplanung auch in den folgenden zwei Jahren von stetig steigenden Umsätzen und Bilanzgewinnen von durchschnittlich 29,9 Mio. € aus.

      

3.2
Weiterentwicklung der erfolgreichen Strategie

 

Der GESOBAU-Konzern setzt auf eine stringent nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände sowie auf zielgerichtete Neubaumaßnahmen und Bestandsankäufe. Die durchschnittlichen Nettokaltmieten werden moderat steigen. Der Konzern wird durch Investitionen in den Klima-, Ressourcen- und Naturschutz den sozialen und gesellschaftlichen Wandel weiter aktiv mitgestalten.

Durch stetig angepasste Prozesse in der Vermietung und Verwaltung der Wohnanlagen sowie durch die Digitalisierung und Optimierung der täglichen Abläufe auch in Hinblick auf die digitalen Bedürfnisse der Kunden, können die Konzernergebnisse stetig optimiert und verbessert gesteuert werden. Das frühzeitige Einbeziehen von Mietern und Mitarbeitern lässt verschiedene Sichtweisen und Strategien in die Zukunftsplanungen einfließen. Die Partizipation ist und bleibt ein wichtiges Mittel, um Ideen, Anregungen und Sorgen aller Beteiligten zusammenzubringen und die abgestimmten Maßnahmen anschließend gezielt umzusetzen.

Bis zum Jahr 2026 wird eine Erweiterung des Wohnungsbestandes auf rund 52.000 Wohnungen vor allem durch Neubau angestrebt, um weiterhin bezahlbaren Wohnraum für die stetig ansteigende Einwohnerzahl Berlins anzubieten. Die GESOBAU wird mietpreisdämpfend Wohnungen für breite Schichten der Bevölkerung bereitstellen. Sie möchte unterschiedlichen Menschen ein Zuhause bieten sowie lebenswerte Quartiere schaffen und erhalten.


Berlin, 19. Februar 2019

Jörg Franzen

Christian Wilkens